Im zweiten Teil der Vorstellung unseres Wahlprogramms zeigen wir unsere Ideen für eine Gemeinde, in der Zusammenhalt gelebt wird, Wohnraum bezahlbar bleibt und Mobilität für alle funktioniert. Drei weitere Bausteine unseres Wahlprogramms zeigen, wie das gelingen soll.
Gemeinschaft erleben
Was hält eine Gemeinde zusammen? Vereine, Nachbarschaftshilfe, Ehrenamt. In Schaafheim leisten viele Ehrenamtliche tagtäglich genau das und verdienen dafür mehr als ein Schulterklopfen. Wir wollen bessere Rahmenbedingungen schaffen, damit dieses Engagement sichtbar gewürdigt wird. Vereine, Bildungseinrichtungen, soziale Institutionen und lokale Unternehmen sollen stärker vernetzt werden, damit aus Einzelinitiativen gemeinsame Projekte wachsen.
Besonders Familien und junge Menschen stehen für uns im Fokus: Der Ausbau von Kita-Plätzen muss vorausschauend und bedarfsgerecht erfolgen, Gebührenerhöhungen dürfen Familien nicht überfordern. Jugendliche brauchen eigene Räume, beispielsweise einen Jugendtreff, und als verlässliche Anlaufstelle eine Jugendpflegerin oder einen Sozialarbeiter. Und wer jung ist, soll auch mitbestimmen dürfen: Wir wollen junge Menschen stärker in politische Entscheidungsprozesse einbinden.
Auch für das andere Ende der Lebensspanne gibt es klare Ziele: Altenpflege verstehen wir als Gemeinschaftsaufgabe. Schaafheim braucht wieder ein Seniorenzentrum, pflegende Angehörige sollen entlastet werden – zum Beispiel durch kostenlose oder kostengünstige Erweiterungen der Abfallkapazitäten für Windeln.
Inklusion ist nicht nur ein Schlagwort, sondern muss gelebter Alltag werden: Barrierefreiheit, verständliche Informationen und inklusive Angebote im realen wie im digitalen Raum. Und damit die Bürgerinnen und Bürger bei all dem nicht nur zuschauen, setzen wir uns für eine gestärkte Bürgerbeteiligung ein: Die Einwohnerfragestunde soll fester Bestandteil jeder Gemeindevertretungssitzung sein, das eingeführte Bürgerinformationssystem weiterentwickelt werden und ein Ortsbeirat auch in Schaafheim den direkten Draht zur Bevölkerung stärken.
Raum zum Leben
Wohnen ist mehr als Bauen. Es ist die Frage, wie wir in Zukunft zusammenleben wollen. Wir setzen auf das Prinzip „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“: Leerstände nutzen, innerörtliche Potenziale aktivieren, statt immer neue Flächen erschließen und versiegeln. Wo neu gebaut wird, soll es energieeffizient und ressourcenschonend geschehen. Dabei helfen innovative Bauweisen wie Holzbau und Passivhäuser.
Grüne Quartiere mit großzügigen Grünflächen, Bäumen und durchdachter Regenwassernutzung (Stichwort: Schwammstadt bzw. Schwammgemeinde) sollen das Mikroklima verbessern und den steigenden Sommertemperaturen entgegenwirken. Neue Wohngebiete werden von Anfang an an den öffentlichen Nahverkehr sowie an Rad- und Fußwege angebunden, damit Schaafheim auch mit weniger Autos pro Familie attraktiv bleibt.
Bezahlbares Wohnen sichern wir durch Instrumente wie das Erbbaurecht. Die Gemeinde bleibt Eigentümerin der Flächen und gestaltet aktiv, statt nur zuzuschauen. Das Wohnangebot soll vielfältig sein – für große Familien, Alleinerziehende, junge Menschen und Seniorinnen und Senioren. Gemeinschaftliche und generationenübergreifende Wohnprojekte wollen wir besonders unterstützen. Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Spielplätzen gehören genauso dazu wie Barrierefreiheit von Anfang an.
Wichtig ist uns auch der politische Prozess: Alle Fraktionen sollen frühzeitig in Planungen eingebunden werden. Das spart Kosten und erhöht die Akzeptanz. Fördermittel von Bund und Land wollen wir gezielt für sozialen Wohnungsbau und ökologische Wohnprojekte nutzen.
Verkehrsentwicklung
Im Zentrum der Verkehrsentwicklung steht die „letzte Meile“ sowie eine gute Anbindung an den Schienenverkehr. Car-Sharing-Angebote in allen Ortsteilen und flexible On-Demand-Lösungen wie der DaDiLiner sollen den Nahverkehr ergänzen. Für mobilitätseingeschränkte Menschen könnte ein „Seniorentaxi“, wie es bereits in Nachbarkommunen eingesetzt wird, einen wichtigen Beitrag leisten.
Der Radverkehr bekommt besondere Aufmerksamkeit: konsequenter Ausbau und bessere Vernetzung der Radwege, Ladestationen für E‑Bikes, Reparaturstationen und Verkehrsspiegel an gefährlichen Kreuzungen. Bei jeder Straßenerneuerung sollen Radwege selbstverständlich mitgeplant werden.
Im Ort selbst setzen wir auf Entschleunigung. Mit klug durchdachten Tempo-30-Zonen reduzieren wir Lärm, Staub und das Unfallrisiko. Das Parkraumkonzept muss optimiert werden, damit Gehwege frei bleiben und Feuerwehrzufahrten erreichbar sind.
Langfristig denken wir klimapositiv mit E‑Ladesäulen in allen Ortsteilen, Photovoltaik auf Parkplätzen, Schatteninseln als Hitzeschutz und artenreiche Blühwiesen entlang der Straßen. So wird Verkehrsraum gleichzeitig zum Lebensraum.
Ein Programm, das verbindet
Umweltschutz, Wirtschaft, Gemeinschaft, Wohnraum und Mobilität – für uns hängt alles zusammen. Unser Plan setzt auf Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, den Menschen vor Ort und überparteilich in der Gemeindevertretung. Nur gemeinsam können wir Schaafheim gestalten. Am 15. März haben Sie die Wahl, genau das möglich zu machen.
