Grüne Schaaf­heim – Unsere Vorschläge für eine starke Gemeinde – Teil 2

25.02.2026

Im zweiten Teil der Vorstel­lung unseres Wahl­pro­gramms zeigen wir unsere Ideen für eine Gemeinde, in der Zusam­men­halt gelebt wird, Wohnraum bezahlbar bleibt und Mobilität für alle funk­tio­niert. Drei weitere Bausteine unseres Wahl­pro­gramms zeigen, wie das gelingen soll.

Gemein­schaft erleben

Was hält eine Gemeinde zusammen? Vereine, Nach­bar­schafts­hilfe, Ehrenamt. In Schaaf­heim leisten viele Ehren­amt­liche tagtäg­lich genau das und verdienen dafür mehr als ein Schul­ter­klopfen. Wir wollen bessere Rahmen­be­din­gungen schaffen, damit dieses Enga­ge­ment sichtbar gewürdigt wird. Vereine, Bildungs­ein­rich­tungen, soziale Insti­tu­tionen und lokale Unter­nehmen sollen stärker vernetzt werden, damit aus Einzel­in­itia­tiven gemein­same Projekte wachsen.

Besonders Familien und junge Menschen stehen für uns im Fokus: Der Ausbau von Kita-Plätzen muss voraus­schauend und bedarfs­ge­recht erfolgen, Gebüh­ren­er­hö­hungen dürfen Familien nicht über­for­dern. Jugend­liche brauchen eigene Räume, beispiels­weise einen Jugend­treff, und als verläss­liche Anlauf­stelle eine Jugend­pfle­gerin oder einen Sozi­al­ar­beiter. Und wer jung ist, soll auch mitbe­stimmen dürfen: Wir wollen junge Menschen stärker in poli­ti­sche Entschei­dungs­pro­zesse einbinden.

Auch für das andere Ende der Lebens­spanne gibt es klare Ziele: Alten­pflege verstehen wir als Gemein­schafts­auf­gabe. Schaaf­heim braucht wieder ein Senio­ren­zen­trum, pflegende Ange­hö­rige sollen entlastet werden – zum Beispiel durch kosten­lose oder kosten­güns­tige Erwei­te­rungen der Abfall­ka­pa­zi­täten für Windeln.

Inklusion ist nicht nur ein Schlag­wort, sondern muss gelebter Alltag werden: Barrie­re­frei­heit, verständ­liche Infor­ma­tionen und inklusive Angebote im realen wie im digitalen Raum. Und damit die Bürge­rinnen und Bürger bei all dem nicht nur zuschauen, setzen wir uns für eine gestärkte Bürger­be­tei­li­gung ein: Die Einwoh­ner­fra­ge­stunde soll fester Bestand­teil jeder Gemein­de­ver­tre­tungs­sit­zung sein, das einge­führte Bürger­infor­ma­ti­ons­system weiter­ent­wi­ckelt werden und ein Orts­beirat auch in Schaaf­heim den direkten Draht zur Bevöl­ke­rung stärken.

Raum zum Leben

Wohnen ist mehr als Bauen. Es ist die Frage, wie wir in Zukunft zusam­men­leben wollen. Wir setzen auf das Prinzip „Innen­ent­wick­lung vor Außen­ent­wick­lung“: Leer­stände nutzen, inner­ört­liche Poten­ziale akti­vieren, statt immer neue Flächen erschließen und versie­geln. Wo neu gebaut wird, soll es ener­gie­ef­fi­zient und ressour­cen­scho­nend geschehen. Dabei helfen inno­va­tive Bauweisen wie Holzbau und Passivhäuser.

Grüne Quartiere mit groß­zü­gigen Grün­flä­chen, Bäumen und durch­dachter Regen­was­ser­nut­zung (Stichwort: Schwamm­stadt bzw. Schwamm­ge­meinde) sollen das Mikro­klima verbes­sern und den stei­genden Sommer­tem­pe­ra­turen entge­gen­wirken. Neue Wohn­ge­biete werden von Anfang an an den öffent­li­chen Nahver­kehr sowie an Rad- und Fußwege ange­bunden, damit Schaaf­heim auch mit weniger Autos pro Familie attraktiv bleibt.

Bezahl­bares Wohnen sichern wir durch Instru­mente wie das Erbbau­recht. Die Gemeinde bleibt Eigen­tü­merin der Flächen und gestaltet aktiv, statt nur zuzu­schauen. Das Wohn­an­gebot soll viel­fältig sein – für große Familien, Allein­er­zie­hende, junge Menschen und Senio­rinnen und Senioren. Gemein­schaft­liche und gene­ra­tio­nen­über­grei­fende Wohn­pro­jekte wollen wir besonders unter­stützen. Kurze Wege zu Kitas, Schulen und Spiel­plätzen gehören genauso dazu wie Barrie­re­frei­heit von Anfang an.

Wichtig ist uns auch der poli­ti­sche Prozess: Alle Frak­tionen sollen früh­zeitig in Planungen einge­bunden werden. Das spart Kosten und erhöht die Akzeptanz. Förder­mittel von Bund und Land wollen wir gezielt für sozialen Wohnungsbau und ökolo­gi­sche Wohn­pro­jekte nutzen.

Verkehrs­ent­wick­lung

Im Zentrum der Verkehrs­ent­wick­lung steht die „letzte Meile“ sowie eine gute Anbindung an den Schie­nen­ver­kehr. Car-Sharing-Angebote in allen Orts­teilen und flexible On-Demand-Lösungen wie der DaDiLiner sollen den Nahver­kehr ergänzen. Für mobi­li­täts­ein­ge­schränkte Menschen könnte ein „Senio­ren­taxi“, wie es bereits in Nach­bar­kom­munen einge­setzt wird, einen wichtigen Beitrag leisten.

Der Radver­kehr bekommt besondere Aufmerk­sam­keit: konse­quenter Ausbau und bessere Vernet­zung der Radwege, Lade­sta­tionen für E‑Bikes, Repa­ra­tur­sta­tionen und Verkehrs­spiegel an gefähr­li­chen Kreu­zungen. Bei jeder Stra­ßen­er­neue­rung sollen Radwege selbst­ver­ständ­lich mitge­plant werden.

Im Ort selbst setzen wir auf Entschleu­ni­gung. Mit klug durch­dachten Tempo-30-Zonen redu­zieren wir Lärm, Staub und das Unfall­ri­siko. Das Park­raum­kon­zept muss optimiert werden, damit Gehwege frei bleiben und Feuer­wehr­zu­fahrten erreichbar sind.

Lang­fristig denken wir klima­po­sitiv mit E‑Ladesäulen in allen Orts­teilen, Photo­vol­taik auf Park­plätzen, Schat­ten­in­seln als Hitze­schutz und arten­reiche Blüh­wiesen entlang der Straßen. So wird Verkehrs­raum gleich­zeitig zum Lebensraum.

Ein Programm, das verbindet

Umwelt­schutz, Wirt­schaft, Gemein­schaft, Wohnraum und Mobilität – für uns hängt alles zusammen. Unser Plan setzt auf Zusam­men­ar­beit mit anderen Kommunen, den Menschen vor Ort und über­par­tei­lich in der Gemein­de­ver­tre­tung. Nur gemeinsam können wir Schaaf­heim gestalten. Am 15. März haben Sie die Wahl, genau das möglich zu machen.

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