Beim „Treffpunkt: Austausch!“ der Schaafheimer Grünen drehte sich vieles um erneuerbare Energien – aber längst nicht nur darum.
Einmal im Monat laden wir Grünen in Schaafheim zum „Treffpunkt: Austausch!“ ein. Der Name ist Programm: Es geht um Begegnung, ums Zuhören und um die Themen, die den Menschen bei uns in der Gemeinde unter den Nägeln brennen. Am Donnerstag war es wieder so weit, und wir hatten einiges vorbereitet.
Neuigkeiten aus der Gemeindevertretung
Den Auftakt machte unser Bericht aus der Gemeindevertretung. Hier haben wir die Sitzung aus Sicht der Zuschauer diskutiert und was in den kommenden Monaten politisch in Schaafheim zu erwarten ist. Danach durfte die Runde selbst mitentscheiden, welches Thema beim nächsten Treffpunkt im Juli im Mittelpunkt stehen soll. Zusammen mit unseren Gästen haben wir uns für das Thema „Grüne wetzen die Messer“ entschieden. Hinter dem lustigen Titel steht ein Abend rund um das Thema „Messer schärfen“. Da der Sommer in der Regel recht arm an politischen Themen ist, haben wir unseren langjährigen Unterstützer Rainer Schimpf gebeten, für uns einen Abend zum Thema Messer zu gestalten. Er wird verschiedene Arten von Messern vorstellen, Besonderheiten erklären und Fragen beantworten. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, Ihr eigenes Lieblingsmesser schärfen zu lassen. Alle Informationen zu dieser kommenden Veranstaltung finden Sie in Kürze auf unserer Website und auf den Sozialen Kanälen. Im offenen Teil brachten die Gäste anschließend ihre eigenen Anliegen ein. Genau dafür ist das Format gedacht. Und es war wieder reichlich Gesprächsstoff vorhanden.
Wertschöpfungsmöglichkeiten für die Gemeinde
Schwerpunkt des Abends war die regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien. Grundlage unserer Präsentation war eine aktuelle Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der IW Consult im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Wir haben uns die Zeit genommen, für unsere Gemeinde relevante Informationen herauszuarbeiten. Die Kernbotschaft der Studie passt gut zu dem, was wir Grünen seit Langem betonen: Wind- und Solarenergie sind nicht nur Klimaschutz, sondern eine handfeste wirtschaftliche Chance, gerade für „ländliche“ Gemeinden wie unsere.
Die Zahlen aus der Studie des IÖW können sich sehen lassen. 2023 haben Wind- und Solarenergie bundesweit rund 10 Milliarden Euro Wertschöpfung und etwa 51.000 Vollzeitarbeitsplätze erzeugt; gut die Hälfte davon blieb direkt in den Standortregionen. Erreicht Deutschland seine Ausbauziele, könnten sich allein die kommunalen Einnahmen bis 2033 von 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro im Jahr mehr als verdoppeln. Greifbar wird das im kleinen Maßstab: Eine einzige Windenergieanlage der 5,5‑Megawatt-Klasse bringt es im laufenden Betrieb auf rund 254.700 Euro Wertschöpfung pro Jahr, verteilt auf Betreibergewinne, Pacht, lokales Handwerk und kommunale Einnahmen nach § 6 EEG.
Was heißt das für Schaafheim und die Ortsteile? Es kommt darauf an, was wir daraus machen. Pachteinnahmen aus kommunalen Flächen, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern über Energiegenossenschaften und das konsequente Ausschöpfen der gesetzlich möglichen finanziellen Beteiligung sind die Stellschrauben, mit denen die Wertschöpfung vor Ort bleibt, statt abzufließen. Zusätzlich tun wir etwas für den Klimaschutz, indem wir dabei helfen, Deutschland unabhängiger von fossilen Rohstoffen zur Energieerzeugung zu machen. Photovoltaik und Windkraftanlagen bringen gewaltige Standortvorteile für unsere Region. Wenn Sie an den Inhalten der Studie genauer interessiert sind, haben Sie die Möglichkeit, selbst nachzulesen und auch nachzuschauen. Alle relevanten Links haben wir auf unserer Website bereitgestellt.
Reparieren statt wegwerfen
Zum Abschluss des Treffpunkts berichtete unser Mitglied Harald Holzemer von seinen Plänen, in Schaafheim ein „Repaircafé“ zu eröffnen. Zusammen mit Freiwilligen, die sich mit unterschiedlichen Fertigkeiten an den regelmäßigen Aktionen beteiligen können, soll ein Ort der Begegnung und des Miteinanders entstehen, wo jede und jeder die Möglichkeit bekommt, sich selbst zu helfen oder Hilfe bei der Reparatur von Dingen zu bekommen. Wenn Sie Interesse haben, sich bei der Entwicklung eines Repaircafés zu beteiligen, etwas zum Gelingen beitragen können, melden Sie sich gern bei uns. Wir werden Ihre Nachricht direkt weiterleiten.
Uns hat der Abend wieder gezeigt, wie viel in solchen Gesprächen steckt und was man alles noch dazulernen kann. Der nächste „Treffpunkt: Austausch!“ findet am 2. Juli 2026 statt. Sie sind wie jeden Monat ganz herzlich eingeladen, dabei zu sein. Über Rückmeldungen, Fragen und neue Themen freuen wir uns jederzeit.
Nadine Urban und Ralf Schmidt – Co-Vorsitzende des Ortsverbandes Grüne Schaafheim
Feedback: treffpunkt@gruene-schaafheim.de
Wichtige Links zum Nachlesen, ‑schauen und ‑hören:
Link zur Studie des IÖW
Link zu den Folien des Vortrags von Sven Giegold
Link zum Youtube-Mitschnitt des Vortrags zur Studie
Link zum Podcast (auch viele weitere Themen)
